Eine Krebsdiagnose kann einem Menschen schnell den Boden unter den Füßen wegreißen – logisch, dass solche Tatsachen Stress auslösen. Nicht selten fühlen sich die Patienten dadurch in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Da chronischer Stress den gesamten Krankheitsverlauf negativ beeinflussen kann, ist es wichtig, frühzeitig dem Stress etwas entgegenzusetzen. Mehr zur Bekämpfung von Stress im Zusammenhang mit Krebs erfahren Sie im folgenden Beitrag!

Stressreduktion durch die Mind-Body-Medizin (MBM)

Die Mind-Body-Medizin basiert auf einem ganzheitlichen Konzept von Seele, Geist und Körper. Diese Therapie verfolgt das Ziel, die körperlichen und psychischen Symptome der jeweiligen Erkrankung zu lindern. Während die Psychoonkologie in erster Linie die psychische Verarbeitung der Krankheit in den Fokus stellt, werden auch die Nebenwirkungen in der Mind-Body-Medizin berücksichtigt. Die MBM konzentriert sich auf den Erhalt der Gesundheit und nicht, wie die konventionelle Schulmedizin, auf die Erkrankung im speziellen. Besonders der effektive Stressabbau, die Sinnesfindung sowie die Emotionsregulierung sind die typischen Baustellen der Mind-Body-Medizin.

Interventionsmöglichkeiten von Stressreduktionen

Eine solche Stressreduktion lässt sich auf unterschiedliche Arten umsetzen. Je nachdem, welche persönlichen Vorlieben der Patient hat, kann die eine Methode deutlich besser helfen als eine andere. Für alle Interventionen ist jedoch der gesamte Lebensstil der Erkrankten wegweisend. Wer gestresst von einem Termin um anderen hetzt, nur um pünktlich zur Yogastunde zu kommen, sorgt in der Regel für noch extremere Stresssituationen.

Für die Bekämpfung von Stress ist Yoga ebenso effektiv, wie Atemübungen oder Muskelrelaxion. Natürlich kann auch Sport die psychische Belastung deutlich sinken lassen. Weiterhin stellt die sogenannte Achtsamkeit einen wichtigen Teil der Stressbewältigung bei Krebspatienten dar. Damit ist der Bewusstseinszustand aus dem nicht wertenden Bewusstsein gemeint. Durch Yoga- und Atemübungen in Verbindung mit einem achtsamen Praktizieren von Routine-Dingen wie der Körperpflege, der Nahrungsaufnahme und der Kommunikation. Die bisher durchgeführten Studien zeigten, dass die positiven Auswirkungen auf psychischer Ebene bis weit nach Beendigung der Interventionen anhalten. Auch zeigte sich in den wissenschaftlichen Untersuchungen, dass Yoga sich sehr wirksam in Bezug auf Angst und Depressionen zeigt und auch langfristig zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann. Imaginative und hypnotherapeutische Verfahren nutzen bestimmte Suggestionen, um die Emotionen, Wahrnehmungen und Gedanken zu verändern – und damit natürlich auch das eigene Verhalten. Durch eine solche Intervention konnte unter anderem Schmerz und Angst bei der notwendigen Lumbalpunktion deutlich abgeschwächt werden.

Viele Krebszentren bieten multimodale Programme an, in denen verschiedene Punkte für das optimale Stressmanagement individuell zusammengestellt werden und sich damit fest in die Supportivtherapie integrieren lassen. Dazu gehören unter anderem etwa der Austausch mit gleichgesinnten Betroffenen und möglicherweise auch eine professionelle psychoonkologische Betreuung.

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