Krebs als Diagnose zu bekommen ist natürlich für alle Beteiligten eine große Belastung. Meist ist man nicht darauf vorbereitet und dementsprechend kompliziert ist die Verarbeitung. Eine große Unsicherheit entsteht und gleichzeitig entstehen viele Fragen. Angst oder Verzweiflung macht sich breit und oftmals kommt es zu Verzweiflung, Hilflosigkeit oder purer Wut. Doch die Situation muss nicht unbedingt so ausweglos sein, wie sie vielleicht auf den ersten Blick scheint. Mit einer guten positiven Lebenseinstellung kann viel bewirkt werden und manche Hürden lassen sich auf diese Weise überwinden.

Angst vor der Zukunft

Die primären Fragen der Zukunft oder der Möglichkeit einer möglichst günstigen Bewältigung gehen meist einher. Dennoch findet jeder Patient eine andere Art, mit der Krankheit umzugehen. Wichtig ist in erster Linie, dass der Kampfgeist angesprochen wird. Auch die psychische Einstellung ist im Kampf gegen den Krebs enorm wichtig und sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Spricht man mit Betroffenen, so wird deutlich, dass diese einen starken Lebenswillen haben und immer an eine bessere Zukunft geglaubt haben. Dunkle Gedanken lähmen stattdessen und sollten deshalb keinen Platz im Leben des Patienten und im näheren Umfeld bekommen. Die Zukunft ist ungewiss – so viel steht natürlich fest. Aber auch gesunde Menschen stehen vor derselben Hürde. Denn niemand weiß, was kommen wird und vielleicht ist dieser Zustand auch der einzige Richtige.

Prioritäten setzen

Einige Erkrankte machen eine Art Löffelliste. Diese Aufzählung wichtiger Dinge ist eine Art der Auflistung relevanter Dinge, welche unbedingt abgearbeitet werden sollten. So kann man sich vor Augen führen, was wichtig ist, welche Träume und Wünsche man hat und worauf man niemals verzichten möchte. Vielleicht kann alles verschoben werden, vielleicht ändert sich der Blick innerhalb der nächsten Zeit, aber es könnte auch sein, dass man hier die einmalige Chance hat, sich selbst etwas näher kennen zu lernen. Man wird sich der Endlichkeit der Dinge bewusst und entwickelt ein Gefühl für wirklich Wichtiges. Nach der Genesung sollte genau dieses Gefühl wieder aufgenommen werden und daran angeknüpft. Vielleicht kann somit ein neuer Lebensabschnitt begonnen werden, der vielleicht besser, intensiver und viel positiver wird. Jede Erkrankung kann neben Viren, Bakterien und der Vererbung auch psychischen Hintergrund haben. Manche Betroffenen lebten ein Leben, welches nicht wirklich das ihre war. Dieses Pressen in eine bestimmte Rolle macht schließlich krank oder lähmt. Vielleicht sollte man also diese Chance zur großen Veränderung nutzen und das Leben fortan besser und viel intensiver nutzen. Wichtig ist vor allem, dass man sich der Krankheit bewusst wird und diese nicht verdrängt. Natürlich ist das Kämpfen wichtig, aber auch die Akzeptanz spielt eine tragende Rolle. Verdrängung belastet nur zusätzlich und raubt wertvolle Energie. Diesen Diebstahl sollte man nicht einfach zulassen. Stattdessen ist Ehrlichkeit gegenüber den Mitmenschen und vor allem sich selbst gegenüber ein wichtiger Schritt. Vielleicht schafft man diese Bewältigung der Krankheit nicht allein. In diesem Fall ist es gut, wenn man einen Arzt, Fachmann oder gute und kompetente Menschen um sich selbst hat. Denn dieser schwere und meist auch langwierige Weg kann nur schwer allein bestritten werden. Gemeinsam wird die Last allerdings sehr viel besser verteilt und das Ergebnis kann sich oftmals positiver gestalten.

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