Unterkühlung ist ein Zustand, der infolge des Körpertemperaturabfalls unter das normale Niveau, d.h. unter 36,6 Grad, vorkommt. In der medizinischen Literatur wird dieses Phänomen Hypothermie genannt. Die Körpertemperatur übersteigt in allen Fällen die Temperatur von Meerwasser oder Süßwasser in einem natürlichen Gewässer. Deshalb beginnt der Körper unter Wasser aktiv Wärme abzugeben, indem er seine Wärmeenergie 25 Mal schneller verliert als in der Luft. Wenn Wärme verloren geht, verursacht dies einen sehr schnellen Abfall der Körpertemperatur. Besonders häufig tritt dieser Zustand bei älteren Menschen sowie bei Personen mit schwacher Immunität auf.

Die Ursachen der Unterkühlung:

  • Langes Aufhalten in nasser Kleidung bei kaltem Wetter mit Lufttemperatur unter 10 Grad;
  • Langes Aufhalten in kaltem Wasser;
  • Langes Aufhalten bei niedrigen Temperaturen;
  • Übermäßiger Konsum kalter Getränke;
  • Schockzustand.

Welche Probleme können auftreten, wenn Sie bestimmte Körperteile unterkühlen?

  • Gesicht. Ungeschütztes Gesicht in der Kälte kann zur Entwicklung von sowohl Konjunktivitis (Augenschleimhautentzündung) als auch Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen) führen. Oft entwickeln sich die Gesichtsneuralgie (ein Zustand, der bei Läsionen der Nervenende auftritt, die im Gesichtsbereich sind, nämlich im Bereich der Backen), sowie Entzündung des Trigeminus (die Fünfte unter den 12 Paaren der Hirnnerven).
  • Ohren. Dem Ohrenfrieren folgt die Otitis (Entzündung des Ohres), die sowohl akuter als auch chronischer Natur sein kann.
  • Nasopharynx. Schleimhäute der Nase, Gehörgänge und Rachenmandeln sind in geringem Abstand voneinander angeordnet. Bei Entzündung eines dieser Organe grifft der Infektionsprozess fast sofort alle anderen an. Als Folge kann sich dann sowohl akute Otitis bekannt machen, als auch sich eine laufende Nase, Halsschmerzen (Pathologie, durch eine Läsion der Mandeln begleitet), Frontitis (Entzündung der Stirnhöhlen) oder Sinusitis entwickeln. Bei einer chronischen Erkrankung kann sich die Mandelentzündung entwickeln. In all diesen Fällen gibt es anhaltende Erhöhung der Körpertemperatur.
  • Kopf. Unterkühlung des Kopfes ist mit der Entwicklung von Krämpfen der Gefäße dieses Organs behaftet. Als Ergebnis beginnt die angegriffene Person, unter Blutdruckschwankungen und regelmäßigen starken Kopfschmerzen leiden. Es besteht das Risiko, sogar sowohl Meningitis als auch Frontitis zu bekommen.
  • Hände. Wenn die Hände gefroren sind, ist es durchaus möglich, dass sich chronische Entzündungsprozesse verschlimmern. Darüber hinaus kann ihr Einfrieren zu häufigen Kopfschmerzen oder Polyarthritis (Entzündung der kleinen Gelenke der Finger und Hände) führen.
  • Unterkörper. Eine Entzündung des Urogenitalsystems ist die häufigste Folge der Unterkühlung des Unterkörpers. Es können sich Uterinanhänge (Adnexitis), Nieren (Nephritis), Blase (Zystitis) oder Prostata (Prostatitis) entzündet. Wenn die Lende erfriert, kann sich Radikulitis entwickeln (eine Krankheit, die von Beschädigung der Wurzeln der Spinalnerven begleitet wird).
  • Füße. Beim Einfrieren der Füße weisen sich oft Genanitritis, Bronchitis, Angina, sowie Myokarditis auf.

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