Abhängig von der Ursache des Auftretens werden folgende Arten von Verbrennungen unterschieden:

  • Thermische,
  • Elektrische,
  • Chemische,
  • Radiale.

Thermische Verbrennungen passieren bei Kontakt mit heißen Gegenständen, heißer Luft, Dampf oder kochendem Wasser. Bei längerem Kontakt bilden sich tiefe Verbrennungen. Sie werden häufig durch heiße viskose Substanzen (Harz, Bitumen, Karamellmasse) verursacht, die an der Körperoberfläche haften und zu einer tiefen, langanhaltenden Erwärmung des Gewebes führen.

Elektrische Verbrennung wird am häufigsten bei der Arbeit mit elektrischen Geräten angetroffen, manchmal bei Blitzeinschlägen. Durch diese Verbrennungen wird die Haut geschädigt, die Funktionen des Herzens, der Atmungsorgane und anderer lebenswichtiger Systeme des Menschen werden verletzt. Ein geringer Kontakt mit einem Elektroschock verursacht Schwindel oder Ohnmacht. Eine stärkere Läsion kann Anhalten der Atmung oder sogar klinischen Tod verursachen.

Chemische Verbrennung ist die Folge des Kontaktes mit Chemikalien. Die Tiefe der Verbrennungen hängt von der Konzentration des chemischen Reagens und der Zeit ab, die es auf die Körpergewebe einwirkt.

Zu der Art der radialen Verbrennungen gehört die Schädigung der Haut durch ultraviolette Strahlen. Normalerweise passiert es am Strand oder im Solarium.

Verbrennungsgrade

Die Spezialisten qualifizieren alle Arten der Verbrennungen nach vier Graden.

  1. Grad. Dabei trifft die Verbrennung nur Epidermis, die sich schnell heilen kann. Im Laufe von 3-5 Tagen nach einer Verbrennung verschwindet Schwellung, Rötung, und die betroffene Epidermis gleitet. Verbrannte Haut hinterlässt keine Brandspuren.
  2. Grad. In diesem Fall gibt es tiefere Läsionen der Epidermis. Blasen erscheinen auf der geröteten Haut, gefüllt mit einer klaren Flüssigkeit. Hautabdeckungen werden erst in 8-12 Tage wiederhergestellt. Die Farbe der neuen Haut ist anfangs hellrosa. Nach zwei oder drei Wochen wird die Farbe normal, die Brandflecken verschwinden.
  3. Grad. Der dritte Grad unterteilt man in zwei weitere Untergrade. Beim dritten Grad-A der Verbrennung sind fast alle Hautschichten geschädigt. Auf dem beschädigten Bereich erscheinen Blasen, die mit einer gelblichen Flüssigkeit oder einer geleeartigen Masse gefüllt sind. Oft ist eine Kruste (die Kruste, die die Oberfläche der Verbrennung bedeckt) weiß oder gelblich, unempfindlich gegen Berühren oder Kribbeln. Die Heilung erfolgt innerhalb von 15-30 Tagen ab dem Zeitpunkt einer Verbrennung. Nach der Wiederherstellung der Haut nach 1,5-3 Monaten verschwindet seine Pigmentierung. Der 3. Grad-B ist durch Nekrose aller Schichten der Haut und des subkutanen Fettgewebes gekennzeichnet. Auf dem betroffenen Gebiet bilden sich große Blasen, die mit blutiger Flüssigkeit gefüllt sind. Oft gibt es einen grauen oder braunen Schorf, der unterhalb der Hautpartien liegt.
  4. Grad. Neben der Nekrose der Haut und des Unterhautgewebes treten Nekrosen der Muskeln, Sehnen und Knochen auf. Die beschädigte Oberfläche ist mit einer braunen oder schwarzen dichten Kruste bedeckt, die auch den Reizungen gegenüber nicht empfindlich ist. Nach einer tiefen Verbrennung ist eine vollständige Wiederherstellung des Gewebes unmöglich. An dieser Stelle bilden sich Narben.

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